Wenn Ratten Mäuschen spielen

Herr Pinselflitzer und die Jutebeutelratte Conny Lachsack durften gestern Mäuschen spielen – Kinder der Astrid-Lindgren-Grundschule Schönefeld proben zurzeit fleißig die Geschichte „Herr Pinselflitzer und der Clara-Zetkin-Park“ aus „Willkommen in Leipzig, Paul!“

Am 12.09., 14.30 Uhr wird das kleine Theaterstück zum „Tag der Begegnung“ auf der öffentlichen Fläche vor der Begegnungsstätte Schönefeld, Volksgartenstraße 28, aufgeführt. Es ist so spannend für uns, dabei zusehen zu dürfen, wie Paul und Herr Pinselflitzer zum Leben erweckt werden. Die Kinder machen das großartig!

Chapeau! Wir fühlen uns geehrt.

Theaterprobe

Nichts für Platzangsthasen

„Endlich besuchen wir das Völkerschlachtdenkmal!“, ruft Herr Pinselflitzer und klopft der Ratte Conny Lachsack freundschaftlich auf ihr Connewitzer Kreuz. Für die beiden waschechten Leipziger wird es wirklich höchste Zeit. Schließlich ist es DAS Wahrzeichen der Stadt.

„Wollen wir den Fahrstuhl bis zur Mitte nehmen?“ „Wie viele Treppenstufen sind es denn bis ganz nach oben?“, fragt Conny. „50“, sagt Herr Pinselflitzer. „Los, Jutebeutelratte, sei kein Frosch!“ Die beiden laufen bis in die Ruhmeshalle, in der vier 9,5 Meter hohe Figuren sitzen und sich bestaunen lassen. „Entschuldigen Sie, wie kommen wir ganz nach oben?“, fragt Herr Pinselflitzer eine von ihnen. Die mächtige Plastik hilft natürlich gern weiter und schickt die beiden zur richtigen Tür,

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zum Aufstieg in Richtung Sängergalerie.

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Das Völkerschlachtdenkmal ist 91 Meter hoch und erinnert an die Völkerschlacht bei Leipzig 1813.

„Ich kann nicht mehr!“, schnieft Conny. „Und ich kann auch kaum noch hinschauen. Das ist zu hoch für mich!“ „Wir sind fast da“, versucht der Pinselflitzer zu beruhigen.

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Im Hintergrund: der „See der Tränen“ als Symbol für die gefallenen Soldaten

„Der Treppenaufstieg ist der schmalste, in dem ich jemals gewesen bin“, jammert Conny. „Meine Güte, ist das eng! Hier ist doch bestimmt schon mal jemand steckengeblieben.“ „Komm weiter, Conny.“ „Nein!“ „Doch!“ „Nein!“ „Doch!“ „Na gut.“ Nach einem weiteren endlosen Schlängellauf durch die Gemäuer des Denkmals gelangen sie zur oberen Aussichtsplattform. Endlich.

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Am 13.05.1912 war das Völkerschlachtdenkmal fertiggebaut. Eingeweiht wurde es am 18. Oktober 1913.

„500 waren es“, gibt Herr Pinselflitzer zu. Conny verdreht leicht die Augen und schnappt nach Luft. „500 was?“ fragt sie und lässt sich in eine Ecken fallen. „500 Treppenstufen, nicht 50. Aber schau, was für eine wunderbare Aussicht wir hier oben haben!“

Winter in Leipzig – Zeit für Klatsch & Tratsch

Wenn es richtig kalt ist da draußen, findet man Klatsch und Tratsch an der Könneritzbrücke. Das bedeutet nicht etwa, dass sich Leipziger Leute in die Kälte stellen, um Hinz und Kunz als dick und doof zu bezeichnen. Klatsch & Tratsch sind zwei Eiszapfen, die Paul bei seinem Ausflug durch Plagwitz kennenlernt. Die beiden hängen  unfreiwillig nebeneinander am Brückengeländer und streiten sich, was das Zeug hält.

„Was machst du hier, das ist mein Platz, geh zurück an deine Brücke!“, schimpft der eine Zapfen. „Ich kann nichts dafür, in diesem Winter bin ich auch hier gelandet“, antwortet der andere. Und schon kommt es zu einem handfesten Zapfenstreit.

Paul weiß erst gar nicht, wie ihm geschieht. „Was ist denn mit denen los?“ Doch dann hat er eine Idee…

„Zapfenstreit in Plagwitz“ ist unsere Wintergeschichte in „Willkommen in Leipzig, Paul!“. Sie erzählt nicht nur von zwei streitsüchtigen Eisklötzen, die langsam auftauen und warm miteinader werden, sie führt Paul auch von der Könneritzbrücke zum Unikatum Kindermuseum, lässt ihn das Eisenbahnmuseum kennenlernen und den großen Karl Heine.

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Willkommen in Leipzig, Conny Lachsack!

Manchmal wird es auch den anderen Kindebuchfiguren zu bunt, dann kommen auch sie aus ihren Geschichten hüpft und wollen draußen was erleben. Nach dem Pinselflitzer, dem Eichhörnchen aus dem Clara-Zetkin-Park, taucht sie plötzlich in Leipzig auf: Conny Lachsack, die Jutebeutelratte aus Connewitz.

Conny Lachsack

Klar, dass Herr Pinselflitzer schnell Wind davon bekommt, schließlich wünscht er sich einen Begleiter bei seiner Abenteuersuche in Leipzig. Die beiden verabreden sich zum ersten Date. Mit Motto!: „maritim“. Verrückt, die zwei.

Date maritim

Erstes Date: Bootsverleih Wildpark mit Motto „maritim“

Die Dinge entwickeln sich gut und die beiden Turteltauben verbringen ihren ersten gemeinsamen Kinoabend in der „Kinobar Prager Frühling“. 🌺 😍

Prager Fruehling

Kinobar Prager Frühling in der Bernhard-Göring-Straße 152, Leipzig-Connewitz

Und bevor der Sommer in die Zielgerade einläuft, tanken sie noch einmal Sonne im Stadtgarten Connewitz, einer wundervollen kleinen Stadtoase, und schmieden dabei große Zukunftspläne.

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Stadtgarten Connewitz, Kohrener Str. / Burgstädter Str.

Der Septemberanfang in Leipzig ist ziemlich unbeständig. Die Sonne tritt zwar kräftig in die Pedale, wird aber immer wieder von Regenschauern eingeholt. „Wohin nur bei diesem Wetter?“, fragt Herr Pinselflitzer. „Ich hab’s!“, ruft Conny. „Lass uns ins Kindermuseum Lipsikus im Böttchergäßchen gehen! In der Ausstellung ‚Kinder machen Messe‘ erfährt man nicht nur, wie es früher in der Stadt zuging, es gibt auch jede Menge zu entdecken und auszuprobieren. Komm mit auf eine kleine Reise in die Vergangenheit.“ „Okay“, Herr Pinselflitzer ist dabei.

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Kindermuseum des Stadtgeschichtlichen Museums im Haus Böttchergäßchen, Böttchergäßchen 3, Leipzig-Zentrum

Herr Pinselflitzer bricht auf ins nächste Abenteuer

Manchmal wird es den Kinderbuchfiguren zu bunt. Dann kommen sie aus ihren Geschichten gehüpft und stehen plötzlich vor einem. „Auf ins nächste Abenteuer!“, ruft Herr Pinselflitzer und springt von der Bank. Er rennt über den Wasserspielplatz im Clara-Zetkin-Park, vorbei an der Sonnenuhr und der Dahlienterrasse. Dann bleibt er kurz stehen und merkt, dass er vor Aufregung die Orientierung verloren hat. Richtung Johannapark muss ich, denkt er, und dann in die Innenstadt.

Er flitzt am Rathaus vorbei und steht schon bald mitten auf dem Augustusplatz. Ein riesiges Gebäude türmt sich vor ihm auf – das City-Hochhaus oder auch Weisheitszahn oder Uniriese genannt. Mit Antennenträger ist es 155,4 Meter hoch und hat 34 Etagen. Der Pinselflitzer steigt in den Fahrstuhl und fährt in die 29. Etage. Ein Treppenhaus gibt es auch mit 746 Treppenstufen. Das darf aber normalerweise nur von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr genutzt werden, wie die nette Frau am Empfang erklärt. Ist nicht schlimm, denkt sich der Pinselflitzer. 😉

In der 31. Etage befindet sich die Aussichtsplattform. Erst mal einen Überblick verschaffen. Und dann rein ins Vergnügen!

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Blick vom Leipziger Uniriesen

So eine Suche nach dem Abenteuer ist ganz schön anstrengend, erst zu später Stunde ist endlich Zeit für einen kleinen Snack. Den holt er sich in Leipzig-Connewitz im kultigen Rewe am Connewitzer Kreuz.

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Leipzig-Connewitz

Fototautomat Leipzig, Spaß, Familie, Freunde, Kinder in Leipzig, Willkommen in Leipzig, Paul!

Die fabelhafte Welt der Fotoautomaten

Vor der Moritzbastei in Leipzig gibt es einen Fotoautomaten. Ein handfestes Selfie rutscht nach ein paar Minuten in den kleinen Ausgabeschlitz der Maschine und die ungeschönte, filterlose Wahrheit tritt zutage. Hm, so sieht das Ergebnis also aus. Irgendwie na ja. Der Hals hat es nicht mehr aufs Bild geschafft, dafür ist über dem Kopf noch eine Handbreit Spielraum. Geht schon. Nimm es mit, und am besten mit Humor.

Fotoautomaten sind Kult und ein Platz für Spaßvögel. Was für eine Freude, sich mit Gleichgesinnten auf den kleinen Hocker zu quetschen und in der Kabine mal ordentlich herumzualbern. Grimassen schneiden, Zähne und Zunge zeigen, Kussmund formen, mal ausgiebig schielen, die Stirn runzeln und in Falten ziehen, das Victory-Zeichen oder Handherzen machen – alles ist erlaubt. Zumindest fast. Die kleinen Aufnahmen üben einen besonderen Reiz aus, vielleicht weil sie zwar ein gestelltes, aber gleichzeitig authentisches Bild zeichnen – der Spaß ist echt. Also, nüscht wie los, Vorhang zu, Faxen machen und Grimassen schneiden. Funktioniert übrigens auch wunderbar mit Kindern. 😜

Hier findet man Fotoautomaten in Leipzig, außerdem im Westwerk auf der Karl-Heine-Straße.

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Conny Lachsack, Jutebeutel, Connewitz, Stadtteil, Leipzig

„Ratte mit Witz“

Oh, da wird Conny Lachsack, die Jutebeutelratte aus Leipzig-Connewitz, aber mächtig stolz sein! „Die süße Ratte mit dem vollgepackten Jutesack“ ist der Favorit der Redakteurin Silvia Ottow. Sie hat einen wunderbaren Artikel über „Willkommen in Leipzig, Paul!“ für die Literaturbeilage der Tageszeitung „Neues Deutschland“ geschrieben.

„…Dabei haben sie ein schönes Maß zwischen Fantasie und Wirklichkeit gefunden; sie erklären nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Besonders hervorzuheben sind die frischfarbigen, detailreichen Bildkompositionen.“

Wir freuen uns sehr!

Neues Deutschland Artikel

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1045523.ratte-mit-witz.html