Ein Eis auf dem Flügel

Abkühlung gefällig? Dann lohnt sich ein Ausflug auf das Tragwerk dieses Flugzeugs. Dort oben gibt es eine gute Auswahl an Eisbechern, und eine Fernreise in vergangene Zeiten gleich dazu! Eine alte IL 62 der DDR-Interflug wurde zu einem Restaurant umgebaut, das man heute für Veranstaltungen mieten kann.

Flugzeug

Das Highlight ist die große Terrasse, die bei schönem Wetter Dienstag bis Freitag ab 15.00 Uhr, Samstag, Sonntag und an Feiertagen ab 12.00 Uhr geöffnet hat. Das Flugzeugrestaurant finden man in der Arno-Nitzsche-Str. 43.

Nur Fliegen ist schöner! 🙂

Interflugfahrzeug

Herr Pinselflitzer macht ne Luftfahrt – einen Ausflug mit der Interflug  

Von vergangenen Zeiten und Geistes Gegenwart

Die Nacht zu entdecken, ist eigentlich ganz einfach. Man schiebt die große schwere Decke zur Seite und blickt ins Dunkel. Es sei denn, man hat sich eine der Taschenlampen mitgenommen, die vor dem schwarzen Vorhang zu finden sind. Dann wird der Blick in die Nacht zur Entdeckungsreise. Hat man genug von der Dunkelheit, kehrt man einfach um, der Vorhang wird zur Tagesdecke und schon steht man wieder im Hier und Jetzt.

Im Unikatum dreht sich derzeit alles um die (Uhr)-Zeit. Im Erdgeschoss des Kindermuseums in Leipzig-Plagwitz werden kleine und größere Entdecker auf einen Spaziergang durch Zeit und Zeiten eingeladen. „Ach du liebe Zeit!“ heißt die Ausstellung, in der alles Mögliche zum Thema ideenreich in Szene gesetzt ist.

„Schau mal, Herr Pinselflitzer, endlich können wir mal mit dem Zeitgeist sprechen!“, Conny Lachsack, die Jutebeutelratte aus Connewitz, ist ganz aus dem Häuschen. „Was wird man am Telefon hören?“ „Irgendwas Geistreiches natürlich“, ist sich Herr Pinselflitzer sicher.

Ach du liebe Zeit_Unikatum_willkommen in leipzig paul

Zeitgeist_Unikatum_Kindermuseum_Willkommen in Leipzig Paul

ein Telefon für geistreiche Gespräche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

„Hauptsache wir schaffen hier auch alles, es gibt ja eine Menge zu sehen.“ Doch darum braucht sich Conny keine Sorgen zu machen, schließlich kann man sich eine ordentliche Portion Zeitgefühl abholen.

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Im „Garten der Zeit“ duftet es nach Zeitvertreib im Grünen, und es geht um die Langeweile, auf die man manchmal trifft, wenn man seine Zeit mit Nichtstun verbringt und denkt: Das dauert ja ewig!

Garten der Zeit_Unikatum_willkommen_in_leipzig_Paul

Langeweile_Unikatum_willkommen in leipzig paul

Und manche Momente, von denen man sich wünscht, sie würden ewig dauern, sind im nächsten Augenblick schon wieder vorbei.

der Augenblick_Unikatum_Willkommen in leipzig paul

Um wirklich gute Zeiten geht es im hinteren Raum, in dem das Thema „Liebe“ eine Rolle spielt. Hier finden die Vorbereitungen für die Wanderausstellung „Liebe, Liebe“ statt. Dazu gehört auch ein Liebesgeschichtenwettbewerb, an dem man unter www.liebe-liebe.de übrigens noch bis zum 31. März 2018 teilnehmen kann.

Liebesgeschichten_Unikatum_Willkommen in Leipzig Paul

„Was ist das für ein komischer roter Strick, Herr Pinselflitzer?“ „Ich weiß nicht, Conny, vielleicht der rote Faden, der in letzter Zeit gar nicht so gut wusste, wo es langgeht. Oder jemand hat ihn verloren und nun spinnt er sich selbst etwas zusammen…“ Was auch immer es ist, es gehört zur Ausstellung im Obergeschoss, zum „Königreich der Phantasie“.

der rote Faden_Unikatum_Willkommen in Leipzig Paul

Gut getarnt, oder besser gut gegarnt

„Jetzt hab ich aber Hunger“, stellt Herr Pinselflitzer fest und will sich fast schon auf den Weg zum neuen Museumscafé Götz machen, als er die ICH-Landkarte entdeckt. Und endlich kann er mal aufmalen, was ihn jeden Tag heimsucht und manchmal nicht schlafen lässt – seinen großen Appetit auf Nusskuchen.

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Das Unikatum-Kindermuseum ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Ihr findet es in der Zschocherschen Straße 26. Es ist von Dienstag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet.

 

 

Paul trifft auf „Jung und Alt“

Bisher waren wir mit Pauls Geschichten an Leipziger Grundschulen und in Kindergärten. Am Freitag findet nun erstmalig eine Lesung statt, an der nicht nur Kinder, sondern auch Senioren teilnehmen.

Pauls Abenteuer werden in der Begegnungsstätte Volksgartenstraße vorgestellt und sollen „Jung und Alt“ zum Thema Leipzig ins Gespräch miteinander bringen. Eine spannende Aktion!

02.02.2018, 13.00 Uhr, Begegnungsstätte der Volkssolidarität Leipzig-Schönefeld

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Strohsackpassage Leipzig

Ein großes Zeitfenster

Bei einem Besuch in der Strohsackpassage Leipzig erleben die Jutebeutelratte Conny und das Eichhörnchen Herr Pinselflitzer ein kleines blaues Wunder: sie entdecken Europas größte Bodenuhr! Hinter 43 Millimeter dickem Panzerglas samt Schutzfolie symbolisieren die Zeiger Mann und Frau, die sich immer wieder begegnen. Auf dem Sekundenzeiger ist eine große rotierende Spiegelschale angebracht, die „ein Stück Himmel in die Passage holt.“ So steht es auf einer Tafel geschrieben.

„Wundervoll“, bemerkt Conny. „Aber, wie spät ist es denn jetzt?“ „Ich weiß nicht“, sagt Herr Pinselflitzer. „Gute Frage. Sicher ist, wir haben hier ein ziemlich großes Zeitfenster!“ Und da es in der beleuchteten Passage so schön gemütlich ist, bleiben die beiden noch eine Weile und sehen den Uhrzeigern bei ihren Begegnungen zu.

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Entworfen haben die Uhr 1997 der Maler Reinhard Minkewitz und der Architekt Anuschah Behzadi, das Uhrwerk stammt von Zachariä Turmuhren Leipzig.

„Und woher kommt eigentlich der Name ‘Strohsackpassage’, Herr Pinselflitzer?“ „Hier gab es früher viele Gaststätten, und wenn die Studenten nach dem Feiern nicht mehr nach Hause kamen, schliefen sie einfach hier auf Strohsäcken.“ „Interessant, vielleicht gab es dann früher an dieser Stelle Europas größten Bodenwecker. Und vielleicht wurde  der Wecker durch eine Bodenuhr ersetzt, als hier keiner mehr übernachtete.“ „So wird es gewesen sein, Conny, ganz bestimmt.“

Nichts für Platzangsthasen

„Endlich besuchen wir das Völkerschlachtdenkmal!“, ruft Herr Pinselflitzer und klopft der Ratte Conny Lachsack freundschaftlich auf ihr Connewitzer Kreuz. Für die beiden waschechten Leipziger wird es wirklich höchste Zeit. Schließlich ist es DAS Wahrzeichen der Stadt.

„Wollen wir den Fahrstuhl bis zur Mitte nehmen?“ „Wie viele Treppenstufen sind es denn bis ganz nach oben?“, fragt Conny. „50“, sagt Herr Pinselflitzer. „Los, Jutebeutelratte, sei kein Frosch!“ Die beiden laufen bis in die Ruhmeshalle, in der vier 9,5 Meter hohe Figuren sitzen und sich bestaunen lassen. „Entschuldigen Sie, wie kommen wir ganz nach oben?“, fragt Herr Pinselflitzer eine von ihnen. Die mächtige Plastik hilft natürlich gern weiter und schickt die beiden zur richtigen Tür,

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zum Aufstieg in Richtung Sängergalerie.

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Das Völkerschlachtdenkmal ist 91 Meter hoch und erinnert an die Völkerschlacht bei Leipzig 1813.

„Ich kann nicht mehr!“, schnieft Conny. „Und ich kann auch kaum noch hinschauen. Das ist zu hoch für mich!“ „Wir sind fast da“, versucht der Pinselflitzer zu beruhigen.

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Im Hintergrund: der „See der Tränen“ als Symbol für die gefallenen Soldaten

„Der Treppenaufstieg ist der schmalste, in dem ich jemals gewesen bin“, jammert Conny. „Meine Güte, ist das eng! Hier ist doch bestimmt schon mal jemand steckengeblieben.“ „Komm weiter, Conny.“ „Nein!“ „Doch!“ „Nein!“ „Doch!“ „Na gut.“ Nach einem weiteren endlosen Schlängellauf durch die Gemäuer des Denkmals gelangen sie zur oberen Aussichtsplattform. Endlich.

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Am 13.05.1912 war das Völkerschlachtdenkmal fertiggebaut. Eingeweiht wurde es am 18. Oktober 1913.

„500 waren es“, gibt Herr Pinselflitzer zu. Conny verdreht leicht die Augen und schnappt nach Luft. „500 was?“ fragt sie und lässt sich in eine Ecken fallen. „500 Treppenstufen, nicht 50. Aber schau, was für eine wunderbare Aussicht wir hier oben haben!“

zauberhafte Illustrationen

„Bunt“ hieß die Ausstellung, und so wunderbar farbenfroh, fröhlich und musikalisch ging es zu gestern zur Finissage von Anemone Kloos in der Kinder- und JugendKulturWerkstatt Jojo in der Riebeckstraße 51a.

Anemone hat die Bilder in „Willkommen in Leipzig, Paul!“ gezeichnet und somit auch Herrn Pinselflitzer und Conny Lachsack, die Jutebeutelratte aus Connewitz zum Leben erweckt. Zauberhafte Illustrationen gab es zu bestaunen. Eine Auswahl ihrer Arbeiten findet man auch hier: www.anemonekloos.de

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