Ein tolles Schauspiel!

Das hat Spaß gemacht! Nach wochenlangen Proben war es gestern endlich so weit. Die Hort-Kinder der Astrid-Lindgren-Grundschule Leipzig-Schönefeld führten im Rahmen der Begegnungswoche die Geschichte „Herr Pinselflitzer und der Clara-Zetkin-Park“ aus „Willkommen in Leipzig, Paul!“ auf. Wir haben uns ganz sehr darüber gefreut und danken den kleinen Akteuren für ihre tolle Darbietung. Wunderbar gespielt und von den Hortnerinnen ganz Klasse inszeniert!

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Kinder_Sonnenuhr In gleich drei Durchgängen und verschiedenen Besetzungen, mit selbstgebastelten Requisiten und Kostümen konnten die Kinder die Figuren wunderbar zum Leben erwecken. Vielen Dank auch an Steffen Luczak für die Technik und an Matthias Hennig, Leiter der Seniorenbegegnungsstätte der Volkssolidarität in Leipzig-Schönefeld, der die Idee zum Stück hatte und sich mit großem Einsatz um die Organisation gekümmert hat.

Für uns ist es etwas ganz Besonderes, dass eine Paul-Geschichte als kleines Theaterstück umgesetzt wurde. Wir fühlen uns geehrt! Dankeschön nochmal an alle Beteiligten für dieses Erlebnis.

Gruppenbild

 

 

Paul trifft auf „Jung und Alt“

Bisher waren wir mit Pauls Geschichten an Leipziger Grundschulen und in Kindergärten. Am Freitag findet nun erstmalig eine Lesung statt, an der nicht nur Kinder, sondern auch Senioren teilnehmen.

Pauls Abenteuer werden in der Begegnungsstätte Volksgartenstraße vorgestellt und sollen „Jung und Alt“ zum Thema Leipzig ins Gespräch miteinander bringen. Eine spannende Aktion!

02.02.2018, 13.00 Uhr, Begegnungsstätte der Volkssolidarität Leipzig-Schönefeld

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Strohsackpassage Leipzig

Ein großes Zeitfenster

Bei einem Besuch in der Strohsackpassage Leipzig erleben die Jutebeutelratte Conny und das Eichhörnchen Herr Pinselflitzer ein kleines blaues Wunder: sie entdecken Europas größte Bodenuhr! Hinter 43 Millimeter dickem Panzerglas samt Schutzfolie symbolisieren die Zeiger Mann und Frau, die sich immer wieder begegnen. Auf dem Sekundenzeiger ist eine große rotierende Spiegelschale angebracht, die „ein Stück Himmel in die Passage holt.“ So steht es auf einer Tafel geschrieben.

„Wundervoll“, bemerkt Conny. „Aber, wie spät ist es denn jetzt?“ „Ich weiß nicht“, sagt Herr Pinselflitzer. „Gute Frage. Sicher ist, wir haben hier ein ziemlich großes Zeitfenster!“ Und da es in der beleuchteten Passage so schön gemütlich ist, bleiben die beiden noch eine Weile und sehen den Uhrzeigern bei ihren Begegnungen zu.

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Entworfen haben die Uhr 1997 der Maler Reinhard Minkewitz und der Architekt Anuschah Behzadi, das Uhrwerk stammt von Zachariä Turmuhren Leipzig.

„Und woher kommt eigentlich der Name ‘Strohsackpassage’, Herr Pinselflitzer?“ „Hier gab es früher viele Gaststätten, und wenn die Studenten nach dem Feiern nicht mehr nach Hause kamen, schliefen sie einfach hier auf Strohsäcken.“ „Interessant, vielleicht gab es dann früher an dieser Stelle Europas größten Bodenwecker. Und vielleicht wurde  der Wecker durch eine Bodenuhr ersetzt, als hier keiner mehr übernachtete.“ „So wird es gewesen sein, Conny, ganz bestimmt.“

Nichts für Platzangsthasen

„Endlich besuchen wir das Völkerschlachtdenkmal!“, ruft Herr Pinselflitzer und klopft der Ratte Conny Lachsack freundschaftlich auf ihr Connewitzer Kreuz. Für die beiden waschechten Leipziger wird es wirklich höchste Zeit. Schließlich ist es DAS Wahrzeichen der Stadt.

„Wollen wir den Fahrstuhl bis zur Mitte nehmen?“ „Wie viele Treppenstufen sind es denn bis ganz nach oben?“, fragt Conny. „50“, sagt Herr Pinselflitzer. „Los, Jutebeutelratte, sei kein Frosch!“ Die beiden laufen bis in die Ruhmeshalle, in der vier 9,5 Meter hohe Figuren sitzen und sich bestaunen lassen. „Entschuldigen Sie, wie kommen wir ganz nach oben?“, fragt Herr Pinselflitzer eine von ihnen. Die mächtige Plastik hilft natürlich gern weiter und schickt die beiden zur richtigen Tür,

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zum Aufstieg in Richtung Sängergalerie.

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Das Völkerschlachtdenkmal ist 91 Meter hoch und erinnert an die Völkerschlacht bei Leipzig 1813.

„Ich kann nicht mehr!“, schnieft Conny. „Und ich kann auch kaum noch hinschauen. Das ist zu hoch für mich!“ „Wir sind fast da“, versucht der Pinselflitzer zu beruhigen.

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Im Hintergrund: der „See der Tränen“ als Symbol für die gefallenen Soldaten

„Der Treppenaufstieg ist der schmalste, in dem ich jemals gewesen bin“, jammert Conny. „Meine Güte, ist das eng! Hier ist doch bestimmt schon mal jemand steckengeblieben.“ „Komm weiter, Conny.“ „Nein!“ „Doch!“ „Nein!“ „Doch!“ „Na gut.“ Nach einem weiteren endlosen Schlängellauf durch die Gemäuer des Denkmals gelangen sie zur oberen Aussichtsplattform. Endlich.

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Am 13.05.1912 war das Völkerschlachtdenkmal fertiggebaut. Eingeweiht wurde es am 18. Oktober 1913.

„500 waren es“, gibt Herr Pinselflitzer zu. Conny verdreht leicht die Augen und schnappt nach Luft. „500 was?“ fragt sie und lässt sich in eine Ecken fallen. „500 Treppenstufen, nicht 50. Aber schau, was für eine wunderbare Aussicht wir hier oben haben!“

Herr Pinselflitzer im Kürbisparadies

Etwa 30 Kilometer von Leipzig entfernt, in dem kleinen Örtchen Profen in Sachsen-Anhalt, lassen zwei hier geparkte und mit Kürbissen gefüllte Schubwagen am Straßenrand der B2 nur erahnen, welche Farbenpracht der kleine Bioladen dahinter versteckt. Pinselflitzer_Kuerbisparadies2

„Kürbis im Hof“ steht an einer Tafel. Wenn man diesen dann besucht hat, möchte man am liebsten das Wort „Paradies“ dazuschreiben, denn Biobauer Matthias Scholle verkauft hier 15 verschiedene Sorten Speisekürbis und jede Menge Arten von Zierkürbissen, die in dieser Vielzahl einen wunderbar herbstlichen Anblick bieten.

Der „Ungarische Blaue“ bringt Farbe ins Spiel, die Nase vorn haben aber die orangenen Exemplare, die nur noch darauf warten, mit einem geschnitzten Grusel-Gesicht zum Leben erweckt zu werden.

 

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Biohof Scholle, Profen/Elsteraue, Leipziger Straße 129.

Wie ein Fisch im Wasser

Herrlich, diese Wasserstadt! Leipzig durchziehen etwa 300 kleine und große Flußläufe, und mehr als 300 Brücken findet man hier. „Schau mal, Herr Pinselflitzer, was ich bei meinem Ausflug ins Zentrum-Nordwest entdeckt habe!“ Conny Lachsack präsentiert stolz ihr Foto, auf dem sie einen Graureiher im Elstermühlgraben beobachten konnte. „Wo genau war das denn?“, fragt der Pinselflitzer. „Ganz in der Nähe des Naturkundemuseums, unterhalb der Angermühlbrücke.“

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Herr Pinselflitzer trabt ab und kommt wenig später mit seinem Foto zurück. „So, Conny, ein Bild am Wasser kann ich auch“, sagt er und hält Conny seine Aufnahme unter die Nase. „Das ist die Könneritzbrücke, schau! Sie verbindet die Stadtteile Plagwitz und Schleußig miteinander. Das gelbe Haus mit den vielen Blumen auf den Balkonen gehört übrigens zum Grundstück, auf dem die Karl-Heine-Villa steht. Hier lebte der große Karl Heine von 1874 bis zu seinem Tod 1888. Er wollte aus Plagwitz ein Industrieviertel machen, baute Brücken und Straßen und begann 1856 damit, einen Kanal anzulegen, um Baumaterial und Güter transportieren zu können, den Karl-Heine-Kanal.“

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„Na gut, Herr Pinselflitzer, hast gewonnen. Viel schöner sind ja auch unsere Ausflüge zu zweit“, meint Conny und schaut ihrem Lieblingseichhörnchen tief in die Augen. „Hast recht.“ Herr Pinselflitzer überlegt, dann weiß er, was zu tun ist. Er nimmt Conny an die Hand und bald schon sitzen sie zusammen in seinem geliebten Clara-Zetkin-Park und schauen auf die Fontäne in der Anton-Bruckner-Allee. „Wer war denn diese Frau Clara Zetkin, nach der der Park hier benannt ist eigentlich?“, fragt Conny. „Eine Friedensaktivistin und Frauenrechtlerin.“ „Dann hat man bei der Namensgebung für den Park eine wirklich gute Wahl getroffen.“ „Das stimmt, Conny“, sagt Herr Pinselflitzer. „Auch da hast Du recht.“

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Willkommen in Leipzig, Paul!

Ja, nein, vielleicht.

Ja, wirklich klasse. Eine tolle Aussicht hat man vom „Trojanischen Pferd“ aus auf dem Spielplatz am Fockeberg in der Leipziger Südvorstadt. „Ganz schön hoch. Und wie kommen wir jetzt wieder runter?“, fragt Conny Lachsack, die Jutebeutelratte aus Connewitz. „Über das Kletternetz“, ruft Herr Pinselflitzer und springt los. Schließlich will er noch die Röhrenrutsche, die Balancierstrecken und Reifenschaukeln ausprobieren. Conny setzt sich mit ihrem schweren Beutel lieber ein bisschen in den Sandkasten. Die beiden waren gerade auf dem 153 Meter hohen Fockeberg, und Conny braucht dringend eine kurze Verschnaufpause.

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Nein, der nicht, Herr Pinselflitzer!“ „Wieso, der ist so schön rot? Wie für mich gemacht!“ Pilzesammeln steht danach bei den beiden auf dem Programm und dafür haben sie sich den Colditzer Wald, etwa 40 Kilometer von Leipzig entfernt, ausgesucht. Hier findet man u.a. Birkenpilze, Steinpilze und Maronen, die roten hier sollte man natürlich lieber stehen lassen. 🍄 😉

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Vielleicht gehen wir mal zusammen in eine Ausstellung. Was meinst du, Conny?“, fragt Herr Pinselflitzer. „Schau mal, in deiner Geschichte wird eine tolle empfohlen“, freut er sich und hüpft von einem Bein aufs andere. Conny setzt den Jutebeutel ab und lässt sich auf einen Stuhl fallen. „Ja, das machen, wir. Oder ins Museum oder Kino oder Café oder Restaurant. Das wäre toll“, meint die Jutebeutelratte und schließt die Augen und dann hört man in der Stadtbibliothek Leipzig ein leises Schnarchen irgendwo in der Kinderbuchabteilung.

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Stadtbibliothek Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

Willkommen in Leipzig, Paul!