Sonnenzeit

Sie zählt, und zählt, und zählt die heiteren Stunden nur – die Sonnenuhr nahe der Dahlienterrasse im Clara-Zetkin-Park. Diesen Sommer hat sie jede Menge zu tun und uhrwerkelt unentwegt vor sich.

Conny Lachsack und Herr Pinselflitzer standen nur für ein sekundenschnelles Foto zur Verfügung. Im Schatten, auf einer Bank nahmen sie sich dann ein paar Minuten, um beim Verstreichen der Zeit zuzuschauen.

Die gusseiserne Sonnenuhr steht übrigens schon seit 1955 im Clara-Park und wurde 2011 nach Zerstörung erneuert.

Sonnenuhr_Sommer_Paul_in_leipzig

Doppelt hält besser

„Wäre es vermessen, wenn wirs mal abmachen, ums aufzumessen?“ „Geht bestimmt. Lass es uns einpacken und mitnehmen.“ „Meinst du? Wird es denn einer vermissen?“ „Anzunehmen.“ „Dann müssen wir auspacken und einstecken.“ „Lassen wir es lieber hier, hier auf der guten Alten Messe.“ „Abgemacht.“

Doppel_M_Leipzig

Das Doppel-M ist noch da. Die fast 30 Meter hohe Stahlkonstruktion mit Aluverkleidung steht für „Mustermesse“ und schon seit 1965 fest am Eingang zum Alten Messegelände. Doppelt hält eben besser. Das denken sich auch Conny Lachsack und Herr Pinselflitzer. Damit der nächste Ausflug nicht zu einem in doppelter Hinsicht wird, nehmen sie sich vor, bei diesem Sturm nur noch zu zweit durch Leipzig zu schlendern. Sie machen sich einen Doppelknoten in ihre Taschentücher, damit sie es auch ja nicht vergessen.

 

„Fantasiereiche Begegnungen“

Toller Start in den Oktober mit einer Rezension in der aktuellen Ausgabe des Stadtmagazins urbanite Leipzig! „Alle vorgestellten Ausflugsziele sind in verschiedene Alltagsgeschichten rund um Paul eingebaut, so dass es nicht zu trocken wird, sondern im Gegenteil mit witzigen Wortspielen und fantasiereichen Begegnungen gearbeitet wird.“ Dankeschön. Wir freuen uns! Den gesamten Artikel findet man hier.

Urbanite_Rezension

http://www.urbanite.net/de/leipzig/artikel/buchrezension-willkommen-leipzig-paul

Willkommen in Leipzig, Paul!

Klein-Paris oder Klein-Ägypten?

Herr Pinselflitzer ist auf Abenteuerreise durch Leipzig. Im Stadtteil Connewitz hat er ein paar Straßen unsicher gemacht, jetzt möchte er nicht mehr nur was erleben, sondern auch etwas lernen über die Stadt. Also, wohin führt ihn sein nächster Weg? In die Uni natürlich. Er macht sich auf zum Neuen Augusteum, dem Hauptgebäude der Universität Leipzig. Das befindet sich am Augustusplatz und entstand von 2007 bis 2012. Im Innenbereich trifft er auch gleich auf drei kluge Köpfe, die an der Uni Leipzig studiert haben: Johann Wolfgang von Goethe, Gotthold Ephraim Lessing und Gottfried Wilhelm Leibniz. Hm, Leibniz, überlegt er, war das nicht der mit dem Keks? Für ihn hat Herr Pinselflitzer sogar einen dabei. So richtig sehr freut sich der Gottfried zwar gar nicht darüber, nett ist er irgendwie trotzdem, und er kann prima zuhören.

Leibniz

Nach einem Besuch des Paulinums, der Universitätskirche mit Aula und Andachtsraum neben dem Neuen Augusteum, lässt er sich von der wunderschönen Gedächtniskirche in Leipzig-Schönefeld berichten. Also, auf in den Stadtteil Schönefeld. Was er hier nun absolut nicht erwartet hatte, ist eine Pyramide! Faszinierend. Wie kommt die denn hier her? Die Rittergutsbesitzerin Clara Hedwig von Eberstein ließ sie 1883 für sich und ihre Familie als Grabstätte errichten. Man kann sogar in den Innenraum. In der Gruft ist es so dunkel, dass der Pinselflitzer kaum die Pfote vor Augen erkennt.

Pyramide

Also schnell zurück in die Sonne. Ein Ausflug ins Blaue hinein wäre toll, zum Beispiel auf den Rosentalturm im nördlichen Auwald. Wie romantisch!🌹Und das, obwohl seine Entstehung alles andere war als das. Der 20 Meter hohe Scherbelberg wuchs nämlich von 1887 bis 1896 durch die Aufschüttung von Hausmüll. Aber was hat der Turm dann mit Rosen zu tun? Vielleicht trifft man hier oben jemanden, dem man gerne eine schenken möchte? Also hat der Pinselflitzer ziemlich hohe Erwartungen und eine rote Rose dabei, als er die 104 Stufen bis nach oben klettert. Eine wunderbare Aussicht bekommt man hier, keine Frage. Leider ist nur weit und breit niemand zu sehen, der die ganze Romantik mit ihm teilen könnte. Ein Freundin an meiner Seite, denkt Herr Pinselflitzer, wie schön wäre das. 💞

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Willkommen in Leipzig, Paul!

 

Hat der Glücksbringer wirklich Glück?

Wie bringt ein Glücksbringer eigentlich Glück? Und worin bringt er es? Paul denkt an Papas „Tarnlistmann“, den er zusammen mit Conny Lachsack, der Jutebeutelratte aus Connewitz, gebastelt hat. Pauls Papa ist vor kurzem weit verreist und Paul wollte ihm unbedingt etwas mitgeben, das ihn beschützt.

Hoffentlich funktioniert das auch, überlegt Paul. „Conny, sag mal, wo versteckt sich denn das Glück in unserem Tarnlistmann? „Gute Frage“, antwortet Conny. „Ich weiß auch nicht. Vielleicht trägt er es in seinem Kopf. Für den Kopf haben wir beim Basteln einen Kiefernzapfen genommen, weißt du noch? Und so ein Kiefernzapfen ist verholzt.“

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„Also hat er einen Holzkopf?“ fragt Paul. „Ja, das kann man so sagen. Aber wenn jeder seines Glückes Schmied ist, wie es heißt, dann kann in einem Holzkopf nicht das Glück sein. Auch wenn man darauf klopft.“ „Wieso nicht?“, will Paul wissen. „Weil man Holz nicht schmieden kann, ist doch logisch.“ „Dann hat er das Glück vielleicht in seinem Körper gebunkert – der ist aus einer Graffiti-Spraydose, also aus Metall. Und vielleicht entweicht jeden Tag ein bisschen daraus und so macht mein Papa seine Reise die ganze Zeit in einer bunten Wolke aus Glück“, freut sich Paul.

„Die Graffiti-Dose, die wir für das Tarnlistmännchen genommen haben, war leer.“ „Das stimmt“, sagt Paul traurig. „Badewannenstöpsel, Kronkorken und Sternanstecker können es aber auch nicht sein. Worin sollen die denn das Glück bringen?“

„Der Tarnlistmann beschützt deinen Papa“, meint Conny. „Und weiß du, warum? Weil du ihn gebastelt hast. Wenn dein Papa ihn anschaut, dann denkt er an dich und ist glücklich und passt auf sich auf. Ein bisschen Glück braucht man auch mit einem Glücksbringer.“

Paul ist verwirrt. Dann bringt der Glücksbringer gar nichts? Dabei hat er sich solche Mühe gegeben. Aber wenn er Papa mit seinem Glücksbringer glücklich machen konnte, dann haben sie doch beide irgendwie Glück gehabt.

Und es ist ja auch sehr schwierig mit dem Glück – es zu bringen, zu haben, und zu halten. Darüber haben sich schließlich schon so viele Leute den Kopf zerbrochen.

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AusFlug zur Zeppelinbrücke

Gestern setzten wir etwas in die Tat um, das schon sehr lange auf dem Plan stand. Immer wieder haben wir darüber gesprochen, hin und her überlegt, uns gefragt, ob es überhaupt möglich ist, welchen Kraftaufwand es bedeuten würde, welche Tageszeit dafür die beste wäre. Und wir stellten fest, je mehr wir darüber nachdenken, uns Sorgen machen, abwägen und zweifeln, desto schwieriger würde es werden, den Schritt zu machen.

Also haben wir es einfach getan: Wir breiteten die Arme ganz weit aus und sind losgeflogen. Unser Ziel: die Zeppelinbrücke. Da sich die Sonne gestern nur kurz blicken ließ, war der kleine Ausflug durch die Wolken sehr angenehm. Wir ruderten verträumt ins Blaue, durch die Milchschaumberge und schauten hinab auf die wunderschöne Stadt, das Zentrum, den Clara-Zetkin-Park. Leipzig gab sich zum Sonntag leise und beschwingt, unter uns radelte und spazierte man durch die Straßen. Als wir über den Richard-Wagner-Hain schwebten, nahmen wir uns Zeit und lauschten den Klängen des 15. Leipziger Hörspielsommers. Wie friedlich die Menschen dort unten aussahen. Sie saßen vergnügt beisammen und ließen sich ein bisschen berauschen von der wundervollen Atmosphäre. Kleine Kinder tapsten über die Wiese, ihre Eltern holten ihnen Eis und Brause am Imbiss-Wagen Zierlich Manierlich. Oberhalb der Treppen, etwas abseits der Gemütlichkeit zwischen angenehm leisen Lautsprechern, summten Bienen über farbenfrohen Beuten, und es schien, als tanzten sie zu der Ruhe, die in der Luft lag. Wir landeten am Palmengarten und trafen dort sogar auf Paul, der ein paar kleine Boote ins Elsterbecken setzte und auf die Reise schickte.

Als es anfing zu regnen, wachten wir auf. Wir klemmten die Picknick-Decke auf den Gepäckträger und radelten nach Hause. 😉

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Zeppelinbrücke Leipzig

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Hörspielsommer Leipzig 2017

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Imbiss-Wagen Zierlich Manierlich

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Willkommen in Leipzig, Paul!

Paul im Kreuzer

Wir bedanken uns ganz herzlich bei Theresa Held für ihre Rezension im aktuellen kreuzer – Das Leipzig Magazin. „Schreer erzählt die Begegnungen berührend und in einfacher Kindersprache, die wunderschönen und sehr detailverliebten Illustrationen von Anemone Kloos veranschaulichen die Geschichte…“ Ein schönes Kompliment!

Noch eine kleine Anmerkung zum Artikel: Paul erlebt seine Abenteuer zwar in anderen Stadtteilen, Tipps für Familien für die Stadtteile Reudnitz und Schönefeld findet man z.B. mit dem Familienerlebnisgarten und den „Springmäuschen“, dem Clown-Museum, der Kinder- und Jugendwerkstatt JoJo und dem Mariannenpark mit Schloss Schönefeld trotzdem in „Willkommen in Leipzig, Paul!“. 😉

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Hier könnt ihr das Buch bestellen oder über den be.bra verlag

Paul in der Leipziger Internet Zeitung

„Willlkommen in Leipzig, Paul!“ wurde zum ersten Mal rezensiert – in der Leipziger Internet Zeitung gab es eine wunderbare Buchbesprechung.

„(…) Junge Eltern wissen es: Es gibt diese Welt abseits der Welt der Erwachsenen. Manchmal berührt sie sich mit der Welt der Großen. Nur haben die bekannten Orte für die Kleinen meist eine ganz andere Bedeutung. Tiere sind ungemein wichtig. Und man kann sie überall in Leipzig entdecken. So wie die Eichhörnchen im Clara-Zetkin-Park, wohin es Paul und seine Mama als erstes verschlägt. Der Park ist riesig. Und was alles drin steckt, merkt man erst, wenn Paul den Park mit den Augen des Eichhörnchens Pinselflitzer entdeckt“, schreibt Chefredakteur Ralf Julke.

„(…) Was das Beste an dem Buch ist: Es geht wirklich auf eine Erkundungstour nach jenen Orten, wo sich Kinder in Leipzig tatsächlich wohlfühlen können, Spaß und Abenteuer haben und Eltern einmal etwas entspannen können“, findet er.

„(…) Wer blättert und eintaucht, merkt, was da mit der eigenen Sichtweise auf Leipzig passiert. Vielleicht sollte Paulchen auch seine Großeltern einladen, Leipzig auch mal so zu betrachten. Und mal ehrlich: Junge Eltern wissen, dass Stadtplaner in der Regel viel zu phantasielos sind und dass große Städte vor allem Eines sein müssen: Erlebniswelten für Kinder. Dann sind Eltern glücklich und auch die Atmosphäre der Orte verändert sich. Man wird gelassener und neugieriger und ist – soweit das geht – selbst wieder Kind (…)“

Wir freuen uns riesig!

Stadtführungen, Kindererzählungen, Story, Tour, Trip

Aufgewacht! Paul, es geht los!

Im Februar 2017 erscheint „Willkommen in Leipzig, Paul!“, ein Kinderbuch, das auf ungewöhnliche Weise die Stadt Leipzig vorstellt: in einer Mischung aus spannenden Geschichten und Stadtinformationen.

Es ist somit Geschichtenbuch und Kinderstadtführer in einem.

Begleite Paul bei seinen Abenteuern! Lerne mit ihm die liebenswerten, lustigen Figuren wie das Eichhörnchen Herr Pinselflitzer oder die Jutebeutelratte Conny Lachsack sowie die schöne Stadt Leipzig kennen!

Willkommen in Leipzig, Paul!

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