Sonnenzeit

Sie zählt, und zählt, und zählt die heiteren Stunden nur – die Sonnenuhr nahe der Dahlienterrasse im Clara-Zetkin-Park. Diesen Sommer hat sie jede Menge zu tun und uhrwerkelt unentwegt vor sich.

Conny Lachsack und Herr Pinselflitzer standen nur für ein sekundenschnelles Foto zur Verfügung. Im Schatten, auf einer Bank nahmen sie sich dann ein paar Minuten, um beim Verstreichen der Zeit zuzuschauen.

Die gusseiserne Sonnenuhr steht übrigens schon seit 1955 im Clara-Park und wurde 2011 nach Zerstörung erneuert.

Sonnenuhr_Sommer_Paul_in_leipzig

Donnerwemse und Rasseltier

Sommeranfang und Sommersonnenwende! Heute ist der längste Tag des Jahres. „Ich hab Zeit!“, ruft das Eichhörnchen Herr Pinselflitzer und setzt sich zu seiner heiß geliebten Sonnenuhr im Clara-Zetkin-Park auf eine Bank. Er streckt die Beine aus, träumt sich ein bisschen in das duftende Blütenmeer und zählt eine heitere Stunde nach der anderen.

Der Pinselflitzer hat keine Termine, keine Einkäufe, keine Verabredungen, keine Elterngespräche, er muss sich weder um einen platten Reifen kümmern noch um eine sorgsam ausgesucht aussehende Geburtstagskarte. Er muss nicht zur Post oder zum Bürgeramt. Er kann einfach nur hier sitzen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen.

Sommersonnenwende, so ein tolles Wort, denkt er und greift beherzt in eine Tüte Gummibärchen, die er am Kiosk „gefunden“ hat. Gleich drei Bärchen auf einmal lädt er sich unter die Nagezähnchen. SOMMERSONNENWENDE, hmm, was man daraus Schönes machen kann: „DOSENWONNE, DONNERWEMSE, WORDMENNO“, brabbelt er vor sich hin und schiebt sich die nächste Ladung Bär zwischen die Kiemen. Er kratzt sich zufrieden am Bauch und schenkt nun seine gesamte Aufmerksamkeit der kunterbunten Blumenpracht auf der Dahlienterrasse. Noch so ein wunderbares Wort! Herr Pinselflitzer schließt die Knopfaugen und lehnt sich zurück in seine Gedankenschaukel. Dann findet er auf der DAHLIENTERRASSE ein RASSELTIER mit SEILHAAREN. Warum nicht, er hat ja Zeit.

„So ein Quatsch“, ruft er plötzlich und hüpft von der Bank. „Es ist einfach zu heiß, viel zu heiß!“ Er muss jetzt unbedingt ans Wasser nach dem langen Sonnenbad. Die fast leere Gummibärchentüte rollt er zusammen und klemmt sie sich unter den kleinen Arm. Dann macht er sich auf den Weg zur Sachsenbrücke, die über das Leipziger Elsterflutbett führt. ELSTERFLUTBETT: BUTTERFEST, RESTETUBE, FRUSTBEET schießt es ihm durch den Kopf. „Oh Mann, jetzt aber schnell“, ruft er und flitzt davon, und ahnt noch nicht, dass er an der Sachsenbrücke gleich Paul kennenlernen wird. 😉

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Willkommen in Leipzig, Paul!

Ein fernes Fernglas

Auf dem Foto ist ein sogenanntes Pinselflitzer-Fernglas abgebildet. Dieses Modell ist sehr praktisch: leicht, in seiner Handhabung absolut unkompliziert und es garantiert eine lupenreine Optik. Auf Bäume kann es mitgenommen werden und es eignet sich dank der für eine perfekte Tarnung hilfreichen Tier- und Pflanzen-Deko hervorragend für Naturbeobachtungen. Das Fernglas funktioniert tadellos und schärft den Blick für die wirklich interessanten Dinge, die es im Leipziger Clara-Zetkin-Park zu sehen gibt.

Morgen wird es vor fast 200 Kindern bei der Lesung in der Grundschule Holzhausen zum Einsatz kommen. Wir stellen die Geschichte von Herrn Pinselflitzer, dem Eichhörnch vor, der dem Paul auf seinem Lieblingsbaum ein kleines Fernglas in die Hand drückt…

Dass wir mit diesem hier auch im Stadtteil Holzhausen u.a. die Sonnenuhr im Clara-Park werden sehr gut sehen können, erklärt sich von selbst. Die Frage wird sein, ob denn auch die vielen Schüler während der Lesung das Fernglas bei uns vorn überhaupt gut erkennen werden. Vielleicht sollten wir 200 weitere einzigartige Versionen basteln, um den Kindern die Möglichkeit dafür zu geben. Da denken wir nochmal genau drüber nach, ein bisschen Zeit haben wir ja noch. Wir sind auf jeden Fall gespannt und freuen uns auf die Buchvorstellung!

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