Ja, nein, vielleicht.

Ja, wirklich klasse. Eine tolle Aussicht hat man vom „Trojanischen Pferd“ aus auf dem Spielplatz am Fockeberg in der Leipziger Südvorstadt. „Ganz schön hoch. Und wie kommen wir jetzt wieder runter?“, fragt Conny Lachsack, die Jutebeutelratte aus Connewitz. „Über das Kletternetz“, ruft Herr Pinselflitzer und springt los. Schließlich will er noch die Röhrenrutsche, die Balancierstrecken und Reifenschaukeln ausprobieren. Conny setzt sich mit ihrem schweren Beutel lieber ein bisschen in den Sandkasten. Die beiden waren gerade auf dem 153 Meter hohen Fockeberg, und Conny braucht dringend eine kurze Verschnaufpause.

Trojanisches Pferd   13_Fockeberg_Ausschnitt_Pferd_Willkommen_in_Leipzig_Paul

Nein, der nicht, Herr Pinselflitzer!“ „Wieso, der ist so schön rot? Wie für mich gemacht!“ Pilzesammeln steht danach bei den beiden auf dem Programm und dafür haben sie sich den Colditzer Wald, etwa 40 Kilometer von Leipzig entfernt, ausgesucht. Hier findet man u.a. Birkenpilze, Steinpilze und Maronen, die roten hier sollte man natürlich lieber stehen lassen. 🍄 😉

Colditz_Wald_Paul_in_Leipzig

Vielleicht gehen wir mal zusammen in eine Ausstellung. Was meinst du, Conny?“, fragt Herr Pinselflitzer. „Schau mal, in deiner Geschichte wird eine tolle empfohlen“, freut er sich und hüpft von einem Bein aufs andere. Conny setzt den Jutebeutel ab und lässt sich auf einen Stuhl fallen. „Ja, das machen, wir. Oder ins Museum oder Kino oder Café oder Restaurant. Das wäre toll“, meint die Jutebeutelratte und schließt die Augen und dann hört man in der Stadtbibliothek Leipzig ein leises Schnarchen irgendwo in der Kinderbuchabteilung.

Stadtbibliothek_Willkommen_in_Leipzig_Paul

Stadtbibliothek Leipzig, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11

Willkommen in Leipzig, Paul!

Klein-Paris oder Klein-Ägypten?

Herr Pinselflitzer ist auf Abenteuerreise durch Leipzig. Im Stadtteil Connewitz hat er ein paar Straßen unsicher gemacht, jetzt möchte er nicht mehr nur was erleben, sondern auch etwas lernen über die Stadt. Also, wohin führt ihn sein nächster Weg? In die Uni natürlich. Er macht sich auf zum Neuen Augusteum, dem Hauptgebäude der Universität Leipzig. Das befindet sich am Augustusplatz und entstand von 2007 bis 2012. Im Innenbereich trifft er auch gleich auf drei kluge Köpfe, die an der Uni Leipzig studiert haben: Johann Wolfgang von Goethe, Gotthold Ephraim Lessing und Gottfried Wilhelm Leibniz. Hm, Leibniz, überlegt er, war das nicht der mit dem Keks? Für ihn hat Herr Pinselflitzer sogar einen dabei. So richtig sehr freut sich der Gottfried zwar gar nicht darüber, nett ist er irgendwie trotzdem, und er kann prima zuhören.

Leibniz

Nach einem Besuch des Paulinums, der Universitätskirche mit Aula und Andachtsraum neben dem Neuen Augusteum, lässt er sich von der wunderschönen Gedächtniskirche in Leipzig-Schönefeld berichten. Also, auf in den Stadtteil Schönefeld. Was er hier nun absolut nicht erwartet hatte, ist eine Pyramide! Faszinierend. Wie kommt die denn hier her? Die Rittergutsbesitzerin Clara Hedwig von Eberstein ließ sie 1883 für sich und ihre Familie als Grabstätte errichten. Man kann sogar in den Innenraum. In der Gruft ist es so dunkel, dass der Pinselflitzer kaum die Pfote vor Augen erkennt.

Pyramide

Also schnell zurück in die Sonne. Ein Ausflug ins Blaue hinein wäre toll, zum Beispiel auf den Rosentalturm im nördlichen Auwald. Wie romantisch!🌹Und das, obwohl seine Entstehung alles andere war als das. Der 20 Meter hohe Scherbelberg wuchs nämlich von 1887 bis 1896 durch die Aufschüttung von Hausmüll. Aber was hat der Turm dann mit Rosen zu tun? Vielleicht trifft man hier oben jemanden, dem man gerne eine schenken möchte? Also hat der Pinselflitzer ziemlich hohe Erwartungen und eine rote Rose dabei, als er die 104 Stufen bis nach oben klettert. Eine wunderbare Aussicht bekommt man hier, keine Frage. Leider ist nur weit und breit niemand zu sehen, der die ganze Romantik mit ihm teilen könnte. Ein Freundin an meiner Seite, denkt Herr Pinselflitzer, wie schön wäre das. 💞

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Willkommen in Leipzig, Paul!

 

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Die fabelhafte Welt der Fotoautomaten

Vor der Moritzbastei in Leipzig gibt es einen Fotoautomaten. Ein handfestes Selfie rutscht nach ein paar Minuten in den kleinen Ausgabeschlitz der Maschine und die ungeschönte, filterlose Wahrheit tritt zutage. Hm, so sieht das Ergebnis also aus. Irgendwie na ja. Der Hals hat es nicht mehr aufs Bild geschafft, dafür ist über dem Kopf noch eine Handbreit Spielraum. Geht schon. Nimm es mit, und am besten mit Humor.

Fotoautomaten sind Kult und ein Platz für Spaßvögel. Was für eine Freude, sich mit Gleichgesinnten auf den kleinen Hocker zu quetschen und in der Kabine mal ordentlich herumzualbern. Grimassen schneiden, Zähne und Zunge zeigen, Kussmund formen, mal ausgiebig schielen, die Stirn runzeln und in Falten ziehen, das Victory-Zeichen oder Handherzen machen – alles ist erlaubt. Zumindest fast. Die kleinen Aufnahmen üben einen besonderen Reiz aus, vielleicht weil sie zwar ein gestelltes, aber gleichzeitig authentisches Bild zeichnen – der Spaß ist echt. Also, nüscht wie los, Vorhang zu, Faxen machen und Grimassen schneiden. Funktioniert übrigens auch wunderbar mit Kindern. 😜

Hier findet man Fotoautomaten in Leipzig, außerdem im Westwerk auf der Karl-Heine-Straße.

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