Herr Pinselflitzer bricht auf ins nächste Abenteuer

Manchmal wird es den Kinderbuchfiguren zu bunt. Dann kommen sie aus ihren Geschichten gehüpft und stehen plötzlich vor einem. „Auf ins nächste Abenteuer!“, ruft Herr Pinselflitzer und springt von der Bank. Er rennt über den Wasserspielplatz im Clara-Zetkin-Park, vorbei an der Sonnenuhr und der Dahlienterrasse. Dann bleibt er kurz stehen und merkt, dass er vor Aufregung die Orientierung verloren hat. Richtung Johannapark muss ich, denkt er, und dann in die Innenstadt.

Er flitzt am Rathaus vorbei und steht schon bald mitten auf dem Augustusplatz. Ein riesiges Gebäude türmt sich vor ihm auf – das City-Hochhaus oder auch Weisheitszahn oder Uniriese genannt. Mit Antennenträger ist es 155,4 Meter hoch und hat 34 Etagen. Der Pinselflitzer steigt in den Fahrstuhl und fährt in die 29. Etage. Ein Treppenhaus gibt es auch mit 746 Treppenstufen. Das darf aber normalerweise nur von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr genutzt werden, wie die nette Frau am Empfang erklärt. Ist nicht schlimm, denkt sich der Pinselflitzer. 😉

In der 31. Etage befindet sich die Aussichtsplattform. Erst mal einen Überblick verschaffen. Und dann rein ins Vergnügen!

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Blick vom Leipziger Uniriesen

So eine Suche nach dem Abenteuer ist ganz schön anstrengend, erst zu später Stunde ist endlich Zeit für einen kleinen Snack. Den holt er sich in Leipzig-Connewitz im kultigen Rewe am Connewitzer Kreuz.

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Leipzig-Connewitz

AusFlug zur Zeppelinbrücke

Gestern setzten wir etwas in die Tat um, das schon sehr lange auf dem Plan stand. Immer wieder haben wir darüber gesprochen, hin und her überlegt, uns gefragt, ob es überhaupt möglich ist, welchen Kraftaufwand es bedeuten würde, welche Tageszeit dafür die beste wäre. Und wir stellten fest, je mehr wir darüber nachdenken, uns Sorgen machen, abwägen und zweifeln, desto schwieriger würde es werden, den Schritt zu machen.

Also haben wir es einfach getan: Wir breiteten die Arme ganz weit aus und sind losgeflogen. Unser Ziel: die Zeppelinbrücke. Da sich die Sonne gestern nur kurz blicken ließ, war der kleine Ausflug durch die Wolken sehr angenehm. Wir ruderten verträumt ins Blaue, durch die Milchschaumberge und schauten hinab auf die wunderschöne Stadt, das Zentrum, den Clara-Zetkin-Park. Leipzig gab sich zum Sonntag leise und beschwingt, unter uns radelte und spazierte man durch die Straßen. Als wir über den Richard-Wagner-Hain schwebten, nahmen wir uns Zeit und lauschten den Klängen des 15. Leipziger Hörspielsommers. Wie friedlich die Menschen dort unten aussahen. Sie saßen vergnügt beisammen und ließen sich ein bisschen berauschen von der wundervollen Atmosphäre. Kleine Kinder tapsten über die Wiese, ihre Eltern holten ihnen Eis und Brause am Imbiss-Wagen Zierlich Manierlich. Oberhalb der Treppen, etwas abseits der Gemütlichkeit zwischen angenehm leisen Lautsprechern, summten Bienen über farbenfrohen Beuten, und es schien, als tanzten sie zu der Ruhe, die in der Luft lag. Wir landeten am Palmengarten und trafen dort sogar auf Paul, der ein paar kleine Boote ins Elsterbecken setzte und auf die Reise schickte.

Als es anfing zu regnen, wachten wir auf. Wir klemmten die Picknick-Decke auf den Gepäckträger und radelten nach Hause. 😉

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Zeppelinbrücke Leipzig

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Hörspielsommer Leipzig 2017

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Imbiss-Wagen Zierlich Manierlich

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Willkommen in Leipzig, Paul!