AusFlug zur Zeppelinbrücke

Gestern setzten wir etwas in die Tat um, das schon sehr lange auf dem Plan stand. Immer wieder haben wir darüber gesprochen, hin und her überlegt, uns gefragt, ob es überhaupt möglich ist, welchen Kraftaufwand es bedeuten würde, welche Tageszeit dafür die beste wäre. Und wir stellten fest, je mehr wir darüber nachdenken, uns Sorgen machen, abwägen und zweifeln, desto schwieriger würde es werden, den Schritt zu machen.

Also haben wir es einfach getan: Wir breiteten die Arme ganz weit aus und sind losgeflogen. Unser Ziel: die Zeppelinbrücke. Da sich die Sonne gestern nur kurz blicken ließ, war der kleine Ausflug durch die Wolken sehr angenehm. Wir ruderten verträumt ins Blaue, durch die Milchschaumberge und schauten hinab auf die wunderschöne Stadt, das Zentrum, den Clara-Zetkin-Park. Leipzig gab sich zum Sonntag leise und beschwingt, unter uns radelte und spazierte man durch die Straßen. Als wir über den Richard-Wagner-Hain schwebten, nahmen wir uns Zeit und lauschten den Klängen des 15. Leipziger Hörspielsommers. Wie friedlich die Menschen dort unten aussahen. Sie saßen vergnügt beisammen und ließen sich ein bisschen berauschen von der wundervollen Atmosphäre. Kleine Kinder tapsten über die Wiese, ihre Eltern holten ihnen Eis und Brause am Imbiss-Wagen Zierlich Manierlich. Oberhalb der Treppen, etwas abseits der Gemütlichkeit zwischen angenehm leisen Lautsprechern, summten Bienen über farbenfrohen Beuten, und es schien, als tanzten sie zu der Ruhe, die in der Luft lag. Wir landeten am Palmengarten und trafen dort sogar auf Paul, der ein paar kleine Boote ins Elsterbecken setzte und auf die Reise schickte.

Als es anfing zu regnen, wachten wir auf. Wir klemmten die Picknick-Decke auf den Gepäckträger und radelten nach Hause. 😉

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Zeppelinbrücke Leipzig

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Hörspielsommer Leipzig 2017

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Imbiss-Wagen Zierlich Manierlich

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Willkommen in Leipzig, Paul!

Donnerwemse und Rasseltier

Sommeranfang und Sommersonnenwende! Heute ist der längste Tag des Jahres. „Ich hab Zeit!“, ruft das Eichhörnchen Herr Pinselflitzer und setzt sich zu seiner heiß geliebten Sonnenuhr im Clara-Zetkin-Park auf eine Bank. Er streckt die Beine aus, träumt sich ein bisschen in das duftende Blütenmeer und zählt eine heitere Stunde nach der anderen.

Der Pinselflitzer hat keine Termine, keine Einkäufe, keine Verabredungen, keine Elterngespräche, er muss sich weder um einen platten Reifen kümmern noch um eine sorgsam ausgesucht aussehende Geburtstagskarte. Er muss nicht zur Post oder zum Bürgeramt. Er kann einfach nur hier sitzen und sich die Sonne auf den Pelz scheinen lassen.

Sommersonnenwende, so ein tolles Wort, denkt er und greift beherzt in eine Tüte Gummibärchen, die er am Kiosk „gefunden“ hat. Gleich drei Bärchen auf einmal lädt er sich unter die Nagezähnchen. SOMMERSONNENWENDE, hmm, was man daraus Schönes machen kann: „DOSENWONNE, DONNERWEMSE, WORDMENNO“, brabbelt er vor sich hin und schiebt sich die nächste Ladung Bär zwischen die Kiemen. Er kratzt sich zufrieden am Bauch und schenkt nun seine gesamte Aufmerksamkeit der kunterbunten Blumenpracht auf der Dahlienterrasse. Noch so ein wunderbares Wort! Herr Pinselflitzer schließt die Knopfaugen und lehnt sich zurück in seine Gedankenschaukel. Dann findet er auf der DAHLIENTERRASSE ein RASSELTIER mit SEILHAAREN. Warum nicht, er hat ja Zeit.

„So ein Quatsch“, ruft er plötzlich und hüpft von der Bank. „Es ist einfach zu heiß, viel zu heiß!“ Er muss jetzt unbedingt ans Wasser nach dem langen Sonnenbad. Die fast leere Gummibärchentüte rollt er zusammen und klemmt sie sich unter den kleinen Arm. Dann macht er sich auf den Weg zur Sachsenbrücke, die über das Leipziger Elsterflutbett führt. ELSTERFLUTBETT: BUTTERFEST, RESTETUBE, FRUSTBEET schießt es ihm durch den Kopf. „Oh Mann, jetzt aber schnell“, ruft er und flitzt davon, und ahnt noch nicht, dass er an der Sachsenbrücke gleich Paul kennenlernen wird. 😉

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Willkommen in Leipzig, Paul!

„Jaaa! Da war ich schon mal.“

„Das ist aber schön gemalt!“, rief ein Mädchen, als wir den Kindern in der letzten Woche während unserer Lesungen Illustrationen aus Pauls Buch zeigten. Ein tolles Kompliment, und aus Kindermund vor allem ein ehrliches. 😉 „Das kenn ich, da war ich schon!“, riefen andere und meinten damit die Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park und den Wackelturm im Leipziger Rosental. Bei der Zeichnung vom Völkerschlachtdenkmal und der Frage, was das denn sein könnte, gingen fast alle Arme nach oben und die Kinder erzählten uns ganz begeistert, dass sie das große Denkmal schon oft gesehen oder besucht haben oder auch in der Nähe wohnen. Manche wussten sogar, wie das Wasserbecken davor genannt wird (See der Tränen). Es ist erstaunlich, wie viel die Kinder beitragen können. Was es in der Stadt, in der man lebt, zu entdecken gibt, spielt anscheinend eine große Rolle in den Familien.

„Kennt ihr die hier?“, wollten wir wissen und haben dabei das Bild von der Löffelfamilie gezeigt. „Jaaa!“, schallte es durch den Raum. Jeder konnte etwas erzählen. „Die bewegen ihre Arme“ oder „essen was.“ Und: „Da sind wir schon vorbeigefahren!“

Es macht so viel Spaß zu sehen, wie die Augen der kleinen Zuhörer anfangen zu leuchten, wenn sie die Orte, die Paul bei seinen Abenteuern besucht, wiedererkennen. „Der Wasserspielplatz hat ein großes Klettergerüst und ein Baumhaus!“ Genau. Und beim Musikpavillon im Clara-Park gibt’s tolles Eis. Aber das wissen die kleinen Stadtentdecker natürlich längst. 😉

Schreibt uns! Wir kommen gern in die Kitas und Grundschulen und plaudern mit den Kindern über Leipzig, stellen Herrn Pinselflitzer vor oder basteln zusammen einen „Tarnlistmann“ aus den Schätzen, die sich in Connewitz und der Südvorstadt finden lassen.

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Tarnlistmann

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Nach der Buchvorstellung und unserem Plausch über Leipzig werden fleißig Ausmalbilder bearbeitet. 🙂

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Hier könnt ihr das Buch bestellen oder über den be.bra verlag

Stadtführer Kinder Leipzig, Clara-Zetkin-Park, Willkommen,

Heute ist etwas anders…

Der Wasserspielplatz im Clara-Zetkin-Park gehört zu den beliebtesten Spielplätzen Leipzigs. Zu Recht!

Wenn das Wetter mitspielt, planschen und matschen, klettern und rutschen die kleinen Leipziger, was das Zeug hält. Mittelpunkt des Geschehens und DER Platz an der Sonne ist die Wasserkurbel, die ganz oben auf der Wasserspielanlage angebracht ist. Wer sie in der Hand hält, hält alles am Laufen, ist für einen Moment Kapitän, Chefentdecker, Häuptling oder Baumeister. Da möchte jeder mal am Rad drehen, auch Paul, versteht sich. Das Spielen auf der Wasserinsel macht natürlich hungrig und durstig, und zum Glück gibt es direkt am Spielplatz einen kleinen Kiosk: das Fliegenpilzbistro. Hier verkauft Inhaberin Katja Jeßner u.a. Fassbrause, Eis, Eierkuchen und natürlich Süßkram an die Eltern kleiner Abenteurer, die sich nach Expeditionen über Hängebrücken, in Baumhäuser und durch Kletterröhren eine angemessene Stärkung verdient haben.

Während die Kinder den Spielplatz in Beschlag nehmen und Eltern und Großeltern geduldig am Kiosk anstehen, macht sich oben in den Bäumen schon einer bereit für seinen großen Ausflug: Herr Pinselflitzer. Das Oberhaupt der Leipziger Clara-Zetkin-Park-Eichhörnchen-Clique schnürt seinen, nun sagen wir, „gefundenen“ Chip-und-Chap-Rucksack, den er unter seinem Baumkronen-Thron inmitten des Eichhörnchen-Wohnzimmers versteckt. Aus seinem Blattwerk heraus, mit einem kleinen, ebenfalls „gefundenen“ Fernglas, beobachtet er erwartungsfroh das Geschehen, und wenn die Wasserkurbel still steht und der letzte Spielplatzkapitän für heute von Bord geht und sich mit Mama und Papa auf den Heimweg, in Richtung Badewanne macht, ist für das Pinselhörnchen der perfekte Moment gekommen. In Windeseile saust es hinab, unter den Klettergerüsten und Spieltürmen entlang, dort liegt ein Lutscher, unter der Rutsche eine halbe Packung Kaugummis. Die Eiswaffel, die der Pinselflitzer im Sandkasten ausgräbt, setzt er sich kurz als Hut auf, bevor auch sie im Rucksack verschwindet. Mit außerdem mehreren Reiskeksen, einer (wow!) noch fast vollen Kirschbonbontüte, einem Müsli-Riegel und einer halben Tafel Nussschokolade flitzt er vollbeladen und guter Dinge zurück in die Baumwipfel. Hier wartet die versammelte Eichhörnchen-Mannschaft bei gedecktem Tisch bereits auf den Chef. Hach, was für ein Leben!

Doch bevor es losgeht mit der Süßkramparty, hat der Pinselflitzer noch etwas Interessantes zu berichten: Heute ist etwas anders als sonst: Am Kiosk hängt ein kleines Plakat. Darauf ist der Hinweis zu einem Kinderbuch: „Willkommen in Leipzig, Paul!“ kann man nämlich jetzt auch hier am Spielplatz, im Fliegenpilzbistro anschauen und bestellen! Ein herzliches Dankeschön dafür an Katja Jeßner, die die Bestellungen entgegennimmt. 🙂 💐

Online geht es natürlich auch 😉

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