„Jaaa! Da war ich schon mal.“

„Das ist aber schön gemalt!“, rief ein Mädchen, als wir den Kindern in der letzten Woche während unserer Lesungen Illustrationen aus Pauls Buch zeigten. Ein tolles Kompliment, und aus Kindermund vor allem ein ehrliches. 😉 „Das kenn ich, da war ich schon!“, riefen andere und meinten damit die Sachsenbrücke im Clara-Zetkin-Park und den Wackelturm im Leipziger Rosental. Bei der Zeichnung vom Völkerschlachtdenkmal und der Frage, was das denn sein könnte, gingen fast alle Arme nach oben und die Kinder erzählten uns ganz begeistert, dass sie das große Denkmal schon oft gesehen oder besucht haben oder auch in der Nähe wohnen. Manche wussten sogar, wie das Wasserbecken davor genannt wird (See der Tränen). Es ist erstaunlich, wie viel die Kinder beitragen können. Was es in der Stadt, in der man lebt, zu entdecken gibt, spielt anscheinend eine große Rolle in den Familien.

„Kennt ihr die hier?“, wollten wir wissen und haben dabei das Bild von der Löffelfamilie gezeigt. „Jaaa!“, schallte es durch den Raum. Jeder konnte etwas erzählen. „Die bewegen ihre Arme“ oder „essen was.“ Und: „Da sind wir schon vorbeigefahren!“

Es macht so viel Spaß zu sehen, wie die Augen der kleinen Zuhörer anfangen zu leuchten, wenn sie die Orte, die Paul bei seinen Abenteuern besucht, wiedererkennen. „Der Wasserspielplatz hat ein großes Klettergerüst und ein Baumhaus!“ Genau. Und beim Musikpavillon im Clara-Park gibt’s tolles Eis. Aber das wissen die kleinen Stadtentdecker natürlich längst. 😉

Schreibt uns! Wir kommen gern in die Kitas und Grundschulen und plaudern mit den Kindern über Leipzig, stellen Herrn Pinselflitzer vor oder basteln zusammen einen „Tarnlistmann“ aus den Schätzen, die sich in Connewitz und der Südvorstadt finden lassen.

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Nach der Buchvorstellung und unserem Plausch über Leipzig werden fleißig Ausmalbilder bearbeitet. 🙂

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Hier könnt ihr das Buch bestellen oder über den be.bra verlag

Wo ist Goethe? Paul in Auerbachs Keller

Endlich ist es sommerlich warm! Also, nichts wie raus in die Parks, Gärten, auf die Spielplätze, in den Zoo. Die meisten Leipziger zieht es sicherlich an den See: ob Cospudener, Markkleeberger, Kulkwitzer, Naunhofer oder Hainer See, um nur einige zu nennen – Leipzig und das Umland haben viel zu bieten, wenn man ins Blaue hinein möchte.

Pauls Lieblingssee ist der Cospudener See. Los geht es in der Südvorstadt (Paul wohnt in der Karli), er fährt mit dem Rad Richtung Connewitz, dann in den Auwald und vorbei an den Wildschweinen im Wildpark, die gerade erst Junge bekommen haben. Ein Stück weiter befindet sich der „Wolfswinkel“, an dem ein steinerner Wolf aufmerksam den Fahrradfahrern hinterherblickt, wahrscheinlich insbesondere denen, die mit einem roten Radkäppchen an ihm vorbeiradeln. Bildergebnis für emoticon sport 😉 Auf seinem Sockel steht: „Hier wurden im Jahr 1720 die letzten Wölfe gesichtet“. Hat man den harten Burschen hinter sich gelassen, ist es nicht mehr weit bis zum See.                     Wolf1

Pauls Mama würde nach dem Baden gern noch einen der vielen Freisitze in der Südvorstadt besuchen und den Tag bei einer Fassbrause ausklingen lassen.

Doch Paul möchte selbst bei den sommerlichen Temperaturen viel lieber in den Keller, und zwar in einen ganz bestimmten: Auerbachs Keller im Zentrum von Leipzig. Seitdem Paul tatsächlich Goethe hier getroffen hat, zieht es ihn immer wieder in das berühmte historische Restaurant in der Leipziger Innenstadt. (Es zählt zu den zehn bekanntesten Gaststätten der Welt.) Von dem netten alten Herrn mit der ulkigen Kleidung hat er bei seinem ersten Treffen einen großartigen Tipp bekommen, wie er endlich einen Freund in Leipzig finden kann. Und Paul würde den Mann, der ihm auf so wundervolle Weise von „seinem Leipzig“ erzählen konnte, gern noch einmal wiedersehen. Außerdem verbindet die beiden etwas. Paul hat mit Goethe etwas gemeinsam. Wirklich! Was es ist, erfährt man in der Geschichte „Der alte Mann und sein Leipzig“ in „Willkommen in Leipzig, Paul!“

Wer Auerbachs Keller besucht, findet Pauls Buch übrigens jetzt auch dort im Shop.

Stadtführer Kinder Leipzig, Clara-Zetkin-Park, Willkommen,

Heute ist etwas anders…

Der Wasserspielplatz im Clara-Zetkin-Park gehört zu den beliebtesten Spielplätzen Leipzigs. Zu Recht!

Wenn das Wetter mitspielt, planschen und matschen, klettern und rutschen die kleinen Leipziger, was das Zeug hält. Mittelpunkt des Geschehens und DER Platz an der Sonne ist die Wasserkurbel, die ganz oben auf der Wasserspielanlage angebracht ist. Wer sie in der Hand hält, hält alles am Laufen, ist für einen Moment Kapitän, Chefentdecker, Häuptling oder Baumeister. Da möchte jeder mal am Rad drehen, auch Paul, versteht sich. Das Spielen auf der Wasserinsel macht natürlich hungrig und durstig, und zum Glück gibt es direkt am Spielplatz einen kleinen Kiosk: das Fliegenpilzbistro. Hier verkauft Inhaberin Katja Jeßner u.a. Fassbrause, Eis, Eierkuchen und natürlich Süßkram an die Eltern kleiner Abenteurer, die sich nach Expeditionen über Hängebrücken, in Baumhäuser und durch Kletterröhren eine angemessene Stärkung verdient haben.

Während die Kinder den Spielplatz in Beschlag nehmen und Eltern und Großeltern geduldig am Kiosk anstehen, macht sich oben in den Bäumen schon einer bereit für seinen großen Ausflug: Herr Pinselflitzer. Das Oberhaupt der Leipziger Clara-Zetkin-Park-Eichhörnchen-Clique schnürt seinen, nun sagen wir, „gefundenen“ Chip-und-Chap-Rucksack, den er unter seinem Baumkronen-Thron inmitten des Eichhörnchen-Wohnzimmers versteckt. Aus seinem Blattwerk heraus, mit einem kleinen, ebenfalls „gefundenen“ Fernglas, beobachtet er erwartungsfroh das Geschehen, und wenn die Wasserkurbel still steht und der letzte Spielplatzkapitän für heute von Bord geht und sich mit Mama und Papa auf den Heimweg, in Richtung Badewanne macht, ist für das Pinselhörnchen der perfekte Moment gekommen. In Windeseile saust es hinab, unter den Klettergerüsten und Spieltürmen entlang, dort liegt ein Lutscher, unter der Rutsche eine halbe Packung Kaugummis. Die Eiswaffel, die der Pinselflitzer im Sandkasten ausgräbt, setzt er sich kurz als Hut auf, bevor auch sie im Rucksack verschwindet. Mit außerdem mehreren Reiskeksen, einer (wow!) noch fast vollen Kirschbonbontüte, einem Müsli-Riegel und einer halben Tafel Nussschokolade flitzt er vollbeladen und guter Dinge zurück in die Baumwipfel. Hier wartet die versammelte Eichhörnchen-Mannschaft bei gedecktem Tisch bereits auf den Chef. Hach, was für ein Leben!

Doch bevor es losgeht mit der Süßkramparty, hat der Pinselflitzer noch etwas Interessantes zu berichten: Heute ist etwas anders als sonst: Am Kiosk hängt ein kleines Plakat. Darauf ist der Hinweis zu einem Kinderbuch: „Willkommen in Leipzig, Paul!“ kann man nämlich jetzt auch hier am Spielplatz, im Fliegenpilzbistro anschauen und bestellen! Ein herzliches Dankeschön dafür an Katja Jeßner, die die Bestellungen entgegennimmt. 🙂 💐

Online geht es natürlich auch 😉

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